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Aktuelles

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Aktuelles zur Corona-Situation

Aktuelle Informationen zur Corona-Situation für unsere Mandanten und alle Arbeitgeber (Stand: 26.10.2020):

 

 

 

1. Novemberhilfen

 

Für diejenigen Unternehmen, Betriebe, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen, die von den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie, die am 28.10.2020 beschlossen wurden, besonders betroffen sind, hat die Bundesregierung ein gesondertes Hilfspaket auf den Weg gebracht

  • Antragsberechtigt sind:
    • Unternehmen, Betriebe, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen, die aufgrund des Beschlusses vom 28.10.2020 den Geschäftsbetrieb einstellen mussten (direkt betroffene Unternehmen),
    • alle Unternehmen, die nachweislich und regelmäßig 80 % ihrer Umsätze mit direkt von den Schließungen betroffenen Unternehmen erzielen (indirekt betroffene Unternehmen),
    • verbundene Unternehmen, wenn mehr als 80 % des verbundenen Gesamtumsatzes auf direkt oder indirekt betroffene Unternehmen entfällt.
  • Erstattet werden bis zu 75 % des durchschnittlichen wöchentlichen Umsatzes aus November 2019.
  • Solo-Selbstständige können auch den durchschnittlichen wöchentlichen Umsatz im gesamten Jahr 2019 zugrunde legen.
  • Wer erst nach dem 31.10.2019 die Geschäftstätigkeit aufgenommen hat, kann wahlweise den durchschnittlichen wöchentlichen Umsatz aus Oktober 2020 oder den durchschnittlichen wöchentlichen Umsatz seit Gründung zugrunde legen.
  • Andere staatliche Leistungen für den Fördermonat November 2020 (z.B. Kurzarbeitergeld oder Überbrückungshilfe) werden angerechnet.
  • Werden im November trotz Schließung Umsätze erzielt, werden diese Umsätze bis zu einer Höhe von 25 % des Vergleichsumsatzes nicht angerechnet.
  • Bei Restaurants, die Speisen im Außer-Haus-Geschäft verkaufen, wird die Umsatzerstattung auf 75 % der Umsätze begrenzt, die im Vergleichszeitraum vor Ort verzehrt wurden. Dafür wird das Außer-Haus-Geschäft von der Umsatzanrechnung ausgenommen.
  • Die Antragstellung muss (außer bei Solo-Selbstständigen, die nicht mehr als 5.000 EUR Förderung beantragen) wieder durch einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer erfolgen.

 

 

 

2. Überbrückungshilfe (2. Phase) für die Monate September bis Dezember 2020

 

Die Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen, die durch die Corona-Krise besonders betroffen sind, wird in einer 2. Phase für die Monate September bis Dezember 2020 verlängert. Die Antragstellung ist auch weiterhin nur durch Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer und Rechtsanwälte möglich. In der 2. Phase der Überbrückungshilfe gilt das Folgende:

  • Antragsberechtigt sind kleine und mittelständische Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern, die entweder einen Umsatzeinbruch von mindestens 50 % in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten, oder einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 % im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum verzeichnet haben.
  • Die monatliche Fixkostenerstattung beträgt in der 2. Phase:
    • 90 % der Fixkosten bei mehr als 70 % Umsatzeinbruch,
    • 60 % der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch von 50 % bis 70 %,
    • 40 % der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch von 30 % bis weniger als 50 %,
      jeweils Fördermonat im Vergleich zum Vorjahresmonat.
  • Die Personalkostenpauschale beträgt 20 %.

 

 

 

3. Befristete Senkung der Mehrwertsteuer im Rahmen des Konjunkturpaketes

 

Die Bundesregierung hat ein Konjunkturpaket auf den Weg gebracht, das unter anderem eine befristete Absenkung des Mehrwertsteuersatzes vorsieht. Im Zeitraum vom 1.7.2020 bis 31.12.2020 wird die Mehrwertsteuer von 19% auf 16%, beziehungsweise von 7% auf 5% gesenkt. Dies führt bei Unternehmen zu einem kurzfristigen Handlungsbedarf, macht Anpassungen von Verträgen und die Umstellung der Buchhaltung notwendig.

 

Zu beachten ist insbesondere, dass der niedrigere Mehrwertsteuersatz dann gilt, wenn die jeweilige Leistung im Zeitraum vom 1.7.2020 bis 31.12.2020 erbracht wird. Nicht maßgeblich ist der Zeitpunkt des Vertragsschlusses, der Rechnungsstellung oder der Zahlung.

 

Alles Wichtige haben wir zusammengefasst und zum Download aufbereitet.

 

 

 

 

4. Bundesprogramm “Ausbildungsplätze sichern”

 

Die Bundesregierung fördert aufgrund der Corona-Pandemie kleine und mittlere Ausbildungsbetriebe mit einer Prämie. Betriebe, die besonders von der Pandemie betroffen sind und ihr Ausbildungsniveau halten, bekommen für jeden für das Ausbildungsjahr 2021/2021 abgeschlossenen Ausbildungsvertrag eine Prämie in Höhe von 2.000 EUR. Unternehmen, die mehr Ausbildungsplätze anbieten als zuvor, bekommen für jeden zusätzlichen Ausbildungsvertrag eine Prämie von 3.000 EUR. Außerdem werden betroffene Betriebe bis Jahresende unterstützt, die für Auszubildende und Ausbilder keine Kurzarbeit anmelden.

 

Einzelheiten dazu sind hier abrufbar.

 

 

 

 

5. Kurzarbeitergeld

 

Unternehmen können unter erleichterten Voraussetzungen Kurzarbeitergeld beantragen.

  • Es müssen nur 10% der Beschäftigten eines Betriebes vom Arbeitsausfall betroffen sein
  • Negative Arbeitszeitsalden müssen nicht aufgebaut werden
  • Kurzarbeitergeld kann auch für Leiharbeitnehmer beantragt werden
  • Die Bundesagentur für Arbeit erstattet die Sozialversicherungsbeiträge vollständig

Einzelheiten dazu sind bei der Bundesagentur für Arbeit ständig aktualisiert abrufbar.

 

 

 

6. Stundung von Steuerzahlungen

 

Die Stundung von Steuerzahlungen wird erleichtert. Indem die Zahlungen zeitlich nach hinten geschoben werden, stehen den Unternehmen zum jetzigen Zeitpunkt mehr liquide Mittel zur Verfügung. Als Service für unsere Mandanten stellen wir für Sie einen Antrag auf zinslose Stundung beim Finanzamt. Dazu übersenden Sie uns bitte dieses ausgefüllte Formular (auf dieser Seite auch als Download verfügbar).

 

 

 

7. Prämien für Arbeitnehmer bis 1.500 EUR steuerfrei

 

Zwischen dem 1. März und dem 31. Dezember 2020 an Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ausgezahlte Prämien sind bis zu 1.500 EUR steuerfrei. Das hat das Bundesfinanzministerium mit Schreiben vom 9.4.2020 bekannt gegeben. Gezahlt werden können die Prämien als Zuschüsse oder Sachbezüge. Wichtig ist, dass sie zusätzlich zum Arbeitslohn gewährt werden. Andere Steuerbefreiungen bleiben davon unberührt und können wie gewohnt in Anspruch genommen werden. Diese Regelung gilt für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und ist nicht auf bestimmte Berufsgruppen spezialisiert. Zuschüsse, die vom Arbeitgeber zusätzlich zum Kurzarbeitergeld gezahlt werden, fallen allerdings nicht darunter! Das vollständige BMF-Schreiben stellen wir als Download zur Verfügung.

 

 

 

8. Liquidität durch Kredite

 

Die Bedingungen für Kredite bei der KfW werden gelockert und bestehende Programme ausgeweitet. Die KfW stellt dazu Informationen zur Verfügung.